Die Herzschlagfrequenz (oder Herzfrequenz - HF) bezeichnet die Anzahl der Herzschläge pro Minute. Diese Frequenz ist je Alter, Gesundheitszustand und Belastung unterschiedlich. Der Normalwert liegt bei Erwachsenen bei 60 und 80 Schlägen und bei Kindern bei 70 bis 100 Schlägen pro Minute.

Die Herzfrequenz bezeichnet die Zahl der Herzschläge pro Minute.

Normalwerte

Die Normalwerte der Herzschlagfrequenz sind je Alter, Gesundheit und Belastung des Menschen unterschiedlich. Der Ruhepuls-Normalwert liegt bei Erwachsenen im Durchschnitt bei 60 und 80 Schlägen pro Minute und bei Kindern bei 70 bis 100 Schlägen pro Minute.

Die Herzfrequenz (HF) ist ein Gradmesser, der die exakte Aktivität des Herzens bzw. die situative Anzahl der Herzschläge wiedergibt. Der gesunde Organismus eines Erwachsenen pumpt mit jeweils 60 bis 90 Herzschlägen pro Minute Blut durch den Körper und versorgt sämtliche Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen, die im Blut gelöst sind. Kinder und Neugeborene weisen typischerweise eine verhältnismäßig höhere Herzfrequenz je Minute auf. Demnach schlägt der Herzmuskel von gesunden Kindern innerhalb einer Minute im Schnitt 120 Mal.

Die individuelle Herzfrequenz ist unmittelbar an das persönliche Lebensalter, die persönliche Fitness sowie den Trainingszustand gekoppelt. In körperlichen oder psychischen Belastungssituationen kann die Anzahl der Herzschläge je Minute auf eine Frequenz von maximal 160 bis 180 anwachsen.

Sport und Belastung

Die Intensität der Herzfrequenz hängt von der Aktivität des parasympathischen und sympathischen Nervensystems ab, die die temporäre Ausschüttung der natürlichen körpereigenen Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin steuert. Wird der Organismus Situationen ausgesetzt, die als subjektiv belastend empfunden werden, erfolgt eine direkte Stimulation des Nervensystems, die die Produktion der Stresshormone befeuert und den Herzschlag heraufsetzt. Das Herz trainierter Menschen besitzt mit durchschnittlich 40 bis 50 Schlägen je Minute im Ruhezustand eine verhältnismäßig geringere Herzfrequenz als bei Untrainierten.

Indikatoren und Kennzahlen

Diagnostiziert der behandelnde Mediziner eine anhaltend erhöhte Herzfrequenz, leidet der Betroffene unter einer Tachykardie, während ein im Vergleich überdurchschnittlich langsamer Herzschlag mit dem Krankheitsbild der Bradykardie gleichzusetzen ist. Die Herzfrequenz wird mit Hilfe eines Stethoskops oder in Form eines Elektrodiogramms gemessen. Zusätzlich liefert der Pulsschlag, der unkompliziert eigenständig am menschlichen Handgelenk überprüft werden kann, wichtige Hinweise auf die Anzahl der Herzschläge pro Minute bzw. die konkrete Herzfrequenz.

Schlagvolumen (SV)

Die Menge an Blut, die im Zuge jedes einzelnen Herzschlages durch den Organismus gepumpt wird, belegt das Schlagvolumen (SV) des Herzens. Ein gesunder Organismus, der sich im Ruhezustand befindet, wird mit jeweils rund 70 Milliliter Blut versorgt.

Herzminutenvolumen (HMV)

Über das Schlagvolumen kann explizit das Herzminutenvolumen (HMV) bestimmt werden, dass die Menge des Blutes angibt, das je Minute von dem Herz in den Blutkreislauf eingespeist wird.

Ejektionsfraktion (EF)

Die Auswurf- bzw. Ejektionsfraktion (EF) bezeichnet den Anteil des Blutes, den die linke Herzkammer im Verhältnis zum Gesamtvolumen in den Blutkreislauf pumpt. Im entspannten Zustand führt die linke Herzkammer eines gesunden Menschen im Schnitt 140 ml Blut. Während jedes Herzschlages im Ruhezustand fließen bei einer Gesamtfüllmenge von 140 ml 80 ml des Blutes in die Hauptschlagader der Herzkammer, weshalb die Auswurffraktion bei Gesunden im Idealfall bei einem Kennwert von rund 57 % angesiedelt ist.

Liegt der EF-Wert zwischen einer Spanne von 50 und 60 % ist dies als medizinischer Idealwert einzuordnen. Gesunde Kinder, Neugeborene und Jugendliche verfügen über eine Auswurffraktion zwischen 65 und 70 %. Bei einer ausgeprägten Herzschwäche sinkt der EF- Wert auf eine Quote von unter 25 % ab. Patienten mit einem derart niedrigen EF- Wert lassen in der Regel Schädigungen am Herzen erkennen, da das Organ der Betroffenen dauerhaft unzureichend mit Blut versorgt wird. In der Folge reduziert sich massiv die Funktionalität des Herzens.

Der EF- Kennwert wird über unterschiedliche Verfahren ermittelt. Laut Experten ist die Echokardiografie, die mit einer sanften Herz- Ultraschalluntersuchung gleichzusetzen ist, die objektiv ungefährlichste und komfortabelste Methode, um die EF zu ermitteln.

Gewicht des Herzens

Ein gesundes Herz besitzt ein durchschnittliches Eigengewicht von 300 g. Austrainierte, sportliche Menschen verfügen über verhältnismäßig mehr Herzmasse als der Durchschnitt, da regelmäßige körperliche Aktivität, den Herzmuskel stärkt und schonend das Herzvolumen auf bis zu 500 g in der Spitze vergrößert. Das Herz reagiert mit dem Zuwachs an Herzmasse auf die permanente körperliche Belastung, wodurch die Leistungsfähigkeit des menschlichen Herzmuskels angehoben wird.

Der trainierte Herzmuskel kann daher problemlos die Mehrarbeit im Zuge von körperlichen Belastungssituationen bewältigen. Spezielle Krankheitsbilder wie etwa Bluthochdruck oder Herzklappenfehler lösen einen krankhaften Volumenzuwachs an Herzmasse aus. Der kranke Organismus benötigt zwingend ein anhaltend vergrößertes Herz, um eine ausreichende Blutversorgung aller Organe zuverlässig sicherstellen zu können. Überschreitet das Herzeigengewicht eine Obergrenze von jeweils 500 g, markiert dies den Übergang zu einer Hypertrophie.

Größe der Herzmuskelzellen

Als bedeutendster medizinscher Indikator für eine aufkeimende Hypertrophie gilt eine erkennbare Vergrößerung der einzelnen Herzmuskelzellen, die unmittelbar in ein signifikantes Defizit bei der Blutversorgung der Herzkranz- Arterien mündet. In der Folge entsteht eine krankhafte Herzerweiterung, die als Dilation klassifiziert wird. Der Herzmuskel pumpt dauerhaft eine objektiv zu geringe Menge an Blut in den Körper und forciert die Manifestation einer Herzschwäche, die das Potential für lebensgefährliche gesundheitliche Komplikationen birgt.

Die ideale Herzfrequenz

Um die individuelle Herzfrequenz effektiv zu optimieren, sollte regelmäßig sportliche Aktivität durchgeführt werden. Zu diesem Zweck sind die Trainingseinheiten ausschließlich im aeroben Bereich durchzuführen, die als perfekte Belastungszone einzustufen ist. Wer aerob trainiert, vitalisiert den Herzmuskel, gewinnt an Herzmasse und optimiert die Herzfrequenz ohne den Organismus überzustrapazieren. Der schnellstmögliche Herzschlag pro Minute, der im Rahmen eines Belastungszustandes erzielt werden kann, gilt als Maximalpuls.

Das übermäßige Anschwellen der Herzfrequenz ist für Durchschnittsbürger mit gesundheitsschädlichen Konsequenzen verknüpft. Trainingseinheiten im anaeroben Bereich, die den Pulsschlag zwecks Sicherung der Sauerstoffversorgung des Herzens steigern, sind lediglich für ideal trainierte Sportler geeignet. Ausschließlich diese Personengruppe kann für objektiv kurze Intervalle anaerob trainieren ohne den Herzmuskel zu schädigen.

Idealer Trainingspuls

Grundsätzlich liegt der ideale Trainingspuls weit unter dem jeweiligen Maximalpuls. Sobald das Training das Atmen erschwert und dem körperlich Aktiven die Puste raubt, sollte die Intensität der Sporteinheit herabgesetzt werden. Leistungsdiagnostiker ermitteln anhand der individuellen körperlichen Konstitution den optimalen Trainingspuls. Lebensalter, Ruhepuls und sportliche Fitness fungieren hierbei als wichtige Gradmesser.

Gemäß der Studie eines französischen Sport- Labels gelten Laufen, Schwimmen, Fußball, Boxen und Training auf dem Crosstrainer als ideale Instrumente, um die Herzfrequenz sanft in Richtung Maximalpuls zu trimmen und somit die Leistungsfähigkeit des Herzens zu steigern. Laut Auswertung der Studienergebnisse begünstigen Ski fahren und Fußball zudem eine optimale und gesundheitsfördernde Schlaf- Herzfrequenz.

Für fachkundige Informationen sollten Sie sich unbedingt direkt an einen Arzt wenden! Alle Angaben und Informationen sind ohne Gewähr.