Die Herzbeutelentzündung (auch Perikarditis genannt) bezeichnet in der Medizin eine Entzündung des bindegewebigen Herzbeutels. Dieses Gewebe umgibt, fixiert und schützt das menschliche Herz. Es besteht aus einem inneren und einem äußeren Blatt.

Was ist eine Herzbeutelentzündung?

Die Herzbeutelentzündung wird auch als Perikarditis bezeichnet. Damit Betroffene dieses Krankheitsbild besser verstehen, müssen sie sich mit der Funktion des Herzbeutels befassen.

Der Herzbeutel stellte eine wichtige Bedeutung für das Herz dar, weil er eine Überdehnung der Herzklammern verhindert. Außerdem zeichnet sich der Herzbeutel durch zwei Wände aus. Der äußere Anteil liegt auf dem Herzmuskel auf und der innere Anteil ist mit dem Herzmuskel verwachsen. Der Raum, welcher zwischen dem äußeren und dem inneren Anteil liegt, enthält eine Flüssigkeit. Mit dieser Flüssigkeit kann die Gleitfähigkeit der Wände effektiv verbessert werden.

Symptome

Wenn sich der Herzbeutel entzündet hat, dann verspüren die Betroffenen oft sehr starke Schmerzen im Brustbereich. Zudem treten diese Schmerzen in vielen Fällen lage- und atemabhängig auf. Diese Schmerzen entstehen, weil die inneren und die äußeren Herzbeutelblätter sich berühren, so dass eine Reibung zustande kommt. In diesem Fall stellt ein Arzt eine trockene und akute Perikarditis fest.

Hat sich der Herzbeutel entzündet, kann sich nach einer gewissen Zeit ein Herzbeutelerguss bilden. In diesem Fall staut sich zu viel Flüssigkeit im Herzbeutel auf. Wenn sich ein Erguss bildet, dann können die Schmerzen nachlassen oder vollständig verschwinden. In diesem Fall reiben die zwei Schichten des Herzbeutels nicht mehr aufeinander.

In sehr seltenen Fällen kann die Entzündung des Herzbeutels zur Verkalkung des Herzbeutels führen.

Ursachen

In vielen Fällen sind die Vieren für die Entzündung des Herzbeutels verantwortlich. Allerdings sind die genauen Ursachen bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Mediziner unterscheiden zwischen nicht infektiösen und infektiösen Ursachen. Bei den meisten Verbrauchern können die Mediziner eine Virusinfektion als eindeutigen Grund benennen.

Die Herzbeutelentzündung verschwindet bei den meisten Patienten ganz von selbst. Die Betroffenen müssen weder Medikamente einnehmen oder bestimmten Eingriffe über sich ergehen lassen. In manchen Fällen greift die Entzündung auch das Herz selbst an. Bei manchen Verbrauchern kommt die Herzbeutelentzündung nach einigen Wochen oder Monaten wieder. In diesen Fällen müssen die Ärzte bestimmte Methoden einsetzen, damit die Perikarditis vollständig ausheilen kann. Damit die Behandlung beginnen kann, muss der Arzt eine richtige Diagnose stellen und wichtige Labortests einleiten.

Es besteht in seltenen Fällen jedoch die Möglichkeit, dass die Entzündung vom Herzbeutel auf den Herzmuskel übergreift und so eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) verursacht.

Krankheitsverlauf

In den meisten Fällen muss eine Therapie dann eingesetzt werden, wenn die Perikarditis nicht von selbst verschwindet oder immer wieder neu auftaucht. Die Ärzte sorgen mit den richtigen Therapie dafür, dass sie Patienten weniger Schmerzen haben. Eine gute und wichtige Behandlungsmethode stellen gezielte Medikamente dar. Zu diesen Arzneimitteln zählt zum Beispiel Ibuprofen. Wenn die Perikarditis immer wieder auftaucht, dann kann der Wirkstoff Colchicin benutzt werden. Kortison wird nur sehr selten und bei schweren Fällen verwendet. Die Ärzte untersuchen jeden Patienten sehr gründlich, bevor sie mit einer gezielten Behandlung beginnen.

Diagnose

Um eine Perikarditis zu erkennen, müssen die Ärzte verschiedene Methoden anwenden. Wenn ein Patient über starke Schmerzen in der Brust klagt, dann muss der Arzt den Stethoskop einsetzen. Wenn in der Herzregion reibende Geräusche wahrgenommen werden, dann liegt in den meisten Fällen eine Perikarditis vor. Wenn sich jedoch ein Herzerguss gebildet hat, dann sind die reibenden Geräusche nicht mehr zu hören. Damit die Diagnose richtig gestellt wird, setzen die Ärzte auch Ultraschalluntersuchungen und Labortests ein.

EKG

Auch mit dem EKG kann die Diagnose Perikarditis sicher gestellt werden. Allerdings haben viele Ärzte Probleme damit, zwischen einem Herzinfarkt und einer Perikarditis zu unterscheiden.

Ultraschall

Zum weiteren Verfahren gehört die Ultraschalluntersuchung, mit welcher das Herz genau untersucht wird. Wenn sich bereits ein Perikarderguss gebildet hat, dann können die Ärzte mit einem Ultraschallbild weitere Informationen einholen.

Blutwerte

Auch die Labortests stellen ein wichtiges Diagnostikverfahren dar. Zudem können mit den Labortests verschiedene Krankheiten erkannt und festgestellt werden. Die aktuellen Laborwerte können einen Herzinfarkt ausschließen oder erkennen. Außerdem können die akuten Entzündungen im Körper besser erkannt werden.

Röntgenbild

Mit einem Röntgenbild werden bestimmte Lungenkrankheiten ausgeschlossen. Außerdem kann das Röntgenbild die Herzbeutelentzündung erkennen oder ausschließen.

Behandlung und Therapie

Ist die Diagnostik abgeschlossen und die Ursache für die Krankheit festgestellt, dann können sie mit der Behandlung beginnen. Dann muss der Arzt eine individuelle Therapieform für den Patienten entwickeln und zur Verfügung stellen. Wenn die Bakterien eine Herzbeutelentzündung verursacht haben, dann sollten Antibiotika eingesetzt werden.

Muss die akute Perikarditis behandelt werden, sollten zunächst die Schmerzen des Patienten gemildert werden. In diesem Fall kann der Arzt entzündungshemmende Medikamente verordnen. Zu diesen Medikamenten gehört zum Beispiel Ibuprofen. Die Dauer der Therapie kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit müssen die Patienten keine weiteren Behandlungsmethoden wahrnehmen und haben sehr gute Chancen auf eine Heilung.

Schwere Herzbeutelentzündung

Wenn die Patienten einen schweren Krankheitsverlauf haben, dann können sie mit Kortison behandelt werden. Wenn die Herzbeutelentzündung immer wieder auftaucht, dann sollten die Patienten über einen Aufenthalt im Krankenhaus nachdenken. Die Ärzte verschreiben nur noch sehr selten Kortison.

Wenn sich im Herzbeutel des Patienten viel Flüssigkeit angesammelt hat, dann müssen die Ärzte mit der Punktion des Herzbeutels beginnen. Diese Methode ist besonders wichtig und muss so schnell wie möglich in die Wege geleitet werden. Wenn die gesammelte Flüssigkeit im Herzbeutel nicht behandelt wird, dann können die Patienten einen Kreislaufschock erleiden. Die richtige Punktion des Herzbeutels muss in diesem Fall sofort durchgeführt werden. Dabei sticht der Arzt mit einer Nadel in den Herzbeutel, damit die enthaltene Flüssigkeit abgesaugt wird.

Bei manchen Patienten kann die akute Perikarditis zur Verkalkung oder Vernarbung des Herzbeutels führen. In diesem Fall kann der Herzchirurg mit gezielten Eingriffen die Narben wieder entfernen.

Für fachkundige Informationen sollten Sie sich unbedingt direkt an einen Arzt wenden! Alle Angaben und Informationen sind ohne Gewähr.